Spielbesprechung

Rasende Roboter

Rasende RoboterAutor: Alex Randolph, Verlag: Hans im Glück, Preis: ca. 39 DM, für 1 bis viele Spieler ab 10 Jahren

Auf einem quadratischen Spielplan mit 16 x 16 Spielfeldern sind 17 Felder mit farbigen Symbolen gekennzeichnet. Die Außenseiten des Spielplans, die vier mittleren Spielfelder, sowie einige Kanten der 166 Spielfelder sind als Mauern dargestellt. Die Mauern gelten für die vier verschiedenfarbigen Roboter die zum Spiel gehören als Hindernisse. Zum Spiel gehören außerdem 17 Spielchips. Auf den Chips sind die gleichen Symbole zu sehen wie auf dem Spielplan.

Die vier Roboter werden vor Spielbeginn auf beliebige Felder gesetzt, die kein Symbol tragen. Dann wird verdeckt ein Chip gezogen und offen auf die Spielplanmitte ausgelegt. Der Spielchip zeigt an, welcher Roboter auf welches Zielfeld gelangen muß.

Die Roboter dürfen sich nach folgenden Regeln bewegen: bis zum nächsten Hindernis, dann stehen bleiben oder im rechten Winkel abknicken und zum nächsten Hindernis weiter bewegen. Jedes Abknicken zählt als Zug.

Es ist nun nicht so daß jeder Spieler einen bestimmten Roboter zugeteilt bekommt und diesen allein bewegt. Die Spieler müssen vielmehr (nach aufdecken des Spielchips) alle gemeinsam überlegen wie der durch den Spielchip bestimmte Roboter auf Zielfeld gelangen kann - und mit wieviel Zügen.

Sofort nach Aufdecken eines Spielplättchen herrscht meist gespannte Ruhe am Tisch. Man glaubt die Köpfe qualmen zu sehen. Wer meint die Lösung zu wissen ruft die entsprechende Anzahl Spielzüge in die Runde. Kann niemand innerhalb einer Minute unterbieten, muß der Spieler der den Ausruf gemacht hat seine Planung beweisen indem er den Spielzug ausführt. Gelingt es ihm, darf er das entsprechende Plättchen an sich nehmen.

Es gewinnt der Spieler, der am Schluß des Spiels die meisten Spielchips vorweisen kann.

Dieser Mechanismus wurde von Alex Randolph bereits 1992 für Ravensburger in dem Spiel Die verbotene Stadt verwendet.

Es darf nur ein bestimmter Roboter ins Ziel, aber jeder Roboter kann bewegt werden. So können seine Kollegen dazu benutzt werden, um an passender Stelle als Hindernis zu dienen. Dabei sind alle Roboter den gleichen Regeln unterworfen – nur in welcher Reihenfolge und in welche Richtung die Roboter über den Plan huschen, bleibt den Spielern überlassen.

Ideal auch zum ausbrüten eigener Ideen in stiller Stunde. Für mich das Highlight des Jahres 1999! Spiel und spielen in seiner reinsten Form, vollendet, glasklar! Wer einmal Gefallen an Rasende Roboter gefunden hat, der wird so schnell nicht mehr davon lassen können. Im Internet finden sich übrigens auf der Homepage des Hans im Glück Verlages (www.hans-im-glueck.de) diverse Varianten und Aufgaben.

Uwe Wibben (Oktober 99 / Januar 2000)

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